dragonquest.at Backup

Dragon Quest VII

15 Jan 2007

Dragon Quest VII Logo
Entwickler Heartbeat
Publisher Enix
System PlayStation
Release JPN: 26.8.2000
USA: 1.11.2001
Dragon Quest VIIDragon Quest VII: Warriors of Eden ist der einzige Titel der Dragon Quest Hauptreihe, der für Sonys PlayStation erschien. Ursprünglich war geplant, Dragon Quest VII als ersten Teil der Eden-Trilogie zu konzipieren, allerdings wurde dieses Vorhaben mit Dragon Quest VIII wieder fallen gelassen, und Dragon Quest IX wird anscheinend ebenfalls eine komplett losgelöste Geschichte erzählen. Durch die langjährige Entwicklungszeit (ursprünglich für SNES geplant, später für N64 entwickelt) und etlichen Release-Verschiebungen wurde der Titel von der japanischen Fangemeinde heiß erwartet und dort mit über 4.1 Millionen Einheiten zum meistverkauften PlayStation Spiel aller Zeiten. Der Titel erschien auch als Dragon Warrior VII 2001 in den USA, und markiert dort die Rückkehr der Serie nach beinah 10 Jahren. Der Erfolg war allerdings angesichts der aktuellen PS2 Rollenspiele wie Final Fantasy X eher bescheiden. Offizielle Zahlen gibt es nicht, allerdings vermuten Insider, dass dort gerade einmal 150.000 Kopien über den Ladentisch gingen.

Story

Dragon Quest VII beginnt für ein Rollenspiel eher ungewöhnlich: In einer absolut friedlichen Welt, in der die Einwohner fröhlich ihrem Taggeschäft nachgehen und es keine Monster oder sonstige Bedrohungen gibt. Der einzige Knackpunkt: In der Welt existiert nur eine einzige, kleine Insel, und irgendwie wirkt das nicht so ganz richtig. Man schlüpft wieder einmal in die Rolle des namelosen Helden, und erlebt mit seinen Freunden, dem Prinzen Kiefer Gran und der jungen Fischerstochter Maribel, Abenteuer auf der kleinen Insel Estard. Durch den unaufhaltbaren Entdeckungsdrang des Prinzen erforscht ihr die nahegelegenen Ruinen, und kommt einem alten Geheimnis auf der Spur: Wie es scheint, war es nicht geplant, dass Estard der einzige Kontinent der Welt ist. Durch das Sammeln verschiedener Steinscherben, die nach und nach wie ein Puzzle zusammengefügt werden, werden neue Inseln entdeckt, die in der Vergangenheit durch ein tragisches Erreignis verschwanden. Unsere Helden machen es sich zur Aufgabe, das Schicksal der Inseln zu retten und die Welt in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Dabei erfahren sie mehr über den Drahtzieher hinter den Erreignissen, sowie einen alten Krieg zwischen Gott und dem Demonlord. Der Fokus liegt hier besonders auf den Geschichten der einzelnen Bereiche, die man besucht. Jede Örtlichkeit hat ihre eigene Vergangenheit, ihr eigenes Schicksal und oft auch Helden, mit denen man sich verbündet. Oft gibt es Verbindungen zu bereits besuchten Inseln, wodurch eine ganz eigene Mythologie aufgebaut wird. Allerdings wird nur selten konkretes erzählt, vieles muss sich der Spieler selbst zusammenreimen, was bei dem ungeheuren Umfang des Spiels nicht immer einfach ist.

Gameplay

Dragon Quest VIIDas Gameplay kann als großes Upgrade des Vorgängers bezeichnet werden. Das Job-System feiert seine Rückkehr, wurde allerdings auf insgesamt 20 Hauptklassen hochgeschraubt, bei denen allerdings nur 10 zu Beginn verfügbar sind, und die weitere 7 durch Kombinationen der ersten Stufe erreicht werden können. Berufe der zweiten Stufe können zu einer der drei mächtigsten Klassen der dritten Stufe trainiert werden. Die Kombinationsvielfalt ist dadurch noch um einiges gestiegen. Wer mit der Basisaustattung an Klassen noch nicht genug hat, kann zusätzlich auf insgesamt 34 Monsterklassen zurückgreifen, die durch das Auffinden spezieller Monsterherzen in einem ähnlichen, dreistufigen System trainiert werden können. Ein wesentlicher Bestandteil des Spielablaufes besteht im Auffinden von Steinscherben, die kombiniert eine neue Region in der Vergangenheit freischalten. Wird diese Region von ihrem Fluch befreit, erscheint sie in der Gegenwart. So wird Stück für Stück die gesamte Spielwelt wieder hergestellt. Anders als in den beiden Vorgängern können keine Monster mehr für die Party gewonnen werden. Monsterfähigkeiten werden durch das Monster-Klassensystem gelernt, und für den Monstersammeltrieb gibt es den so genannten Monsterpark, in dem gefangene Monster in verschiedenen Umgebungen betrachtet werden können. Auch neu ist die Immigrant Town, die durchaus als Erweiterung der Immigrant Town aus Dragon Quest III gesehen werden kann. Der Spieler hat die Möglichkeit, an verschiedenen Orten der Gegenwart Personen zu finden, die gern Bewohner der eigenen Stadt werden. Je nachdem, welche Personen man auswählt, ändert sich das finale Erscheinungsbild der Stadt. Neben dem üblichen Casino und einer Erweiterung des Schönheitswettbewerbs aus dem Vorgänger, gibt es auch zwei zum Teil sehr harte Bonusdungeons. Da mit der Hauptquest alleine schon bis zu 100 Spielstunden vergehen können, wird durch die zahlreichen Nebenaufgaben und Minispiele der Umfang noch um einiges erhöht. Will man alles gesehen haben, können durchaus bis zu 250 oder mehr Stunden ins Spiel gesteckt werden.

Superlativen

Nicht nur, dass Dragon Quest VII das meistverkaufte PlayStation Spiel in Japan ist, so ist es auch das 8-meist verkaufte Videospiel aller Zeiten, sowie das drittmeist verkaufte Rollenspiel aller Zeiten (Platz 1 und 2 sind Pokémon Rubin & Saphir bzw. Pokémon Diamant & Perle).

Links zum Thema

Ein ausführliches Review zum Spiel gibt es bei unserer Partnerseite RPG HeaveN.