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Yoichi Wada zeigt sich reumütig: Wir waren zu selbstsicher und voreilig!

13 Feb 2009

Wada vor Gericht ;)Square Enix Präsident Yoichi Wada hat gestern in einer Pressekonferenz einige Worte zum Delay von Dragon Quest IX verloren. Und ganz ehrlich, so eine gute Rede hatte er echt schon lange nicht mehr. Mit "Wir waren zu unvorsichtig und zu selbstsicher. Ich bereue es und stelle mich unserer Arroganz" fing er an. "Wir haben uns so sicher gefühlt, weil die Features des neuen Dragon Quest bereits fertig implementiert waren!" Womit die Truppe allerdings nicht gerechnet hat, war dadss man neben der Implementierun auch noch eine sehr lange Phase des Testen und Debuggens (= Fehler entfernen) vor sich hat. "Wir haben eine Menge hartnäckiger Fehler entdeckt, und die Anzahl ist sehr hoch. Auf diese Art und Weise können wir das Produkt einfach nicht unseren Kunden geben." Sehr gute Entscheidung, Wada. "Es war noch lange nicht im Status des Finetunings, deswegen brauchen wir noch mehr Zeit". Besonders die Features die mit der kabellosen Kommunikation zwischen den DS Geräten und über Nintendos WiFi Service zu tun haben kranken noch ordentlich. Das Dragon Quest Team musste sich noch nie mit dieser Funktionalität auf dieser hohen Stufe auseinandersetzen, und auch wenns eine "großartige Herausforderung für die Entwickler ist", sind die dadurch auftauchenden Bugs einfach zäher, als man angenommen hat. Wada wurde gefragt, warum man nicht schon vorher gemerkt hat, dass man für's Debuggen noch mehr Zeit braucht und das korrekt miteingeplant hat. Er antwortete mit "Es ist schwierig, in die Arbeitsplätze zu schauen. Square Enix oder das Dragon Quest Team hat nichts falsch gemacht. Während das Spiel entwickelt wird, wird an Bugs gearbeitet, dann ist das Spiel fertig und die restlichen Fehler werden beseitigt. Das ist der gleiche Weg, den alle Firmen beschreiten". Als ehemaliger Softwareentwickler kann ich euch sagen, ja: Das ist wirklich so. "Wir werden uns nicht auf das Debuggen beschränken, wenn das Spiel fertig ist, sondern gleich während der Hauptentwicklung uns darum kümmern." Weiters sagt er: "Es ist nicht ein Problem der Vorraussetzungen oder der Ressourcen. Viel mehr fehlte uns die Erfahrung mit den auftauchenden Problemen die diese Features erzeugen würden". Man ging davon aus, dass Dragon Quest IX noch im März über drei Millionen Einheiten verkaufen würde. Das wäre alles noch ins aktuelle Geschäftsjahr gefallen. Das sind Einnahmen, die jetzt natürlich fehlen. Außerdem hat Wada verlautbart, dass der Aufschub von Dragon Quest IX sich auch auf den Erscheinungstermin von Final Fantasy XIII auswirken kann, welches ebenfalls 2009 erscheinen sollte. Quelle: IT Media